Die drei Bienenwesen

Die drei Bienenwesen, Königin, Arbeiterin und Drohne bilden zusammen den Bien, das Bienenvolk. Die Anzahl von Drohen und Arbeitrinnen schwankt dabei über das Jahr, nur die Königinnenanzahl bleibt hoffentlich konstant. Es gibt im Normalfall nämlich immer nur eine. Alle drei Bienenwesen sind wichtig für den Fortbestand des Volkes, die Arbeiterinnen tragen aber bestimmt die Hauptlast.

Was die Bienenwesen gemeinsam haben? Sie schlüpfen alle aus Eiern

Egal ob Drohne, Arbeiterin oder Königin, alle schlüpfen aus Eiern, diese werden aber unterschiedlich behandelt. Das beginnt schon mit dem Ort an dem die Eier gelegt werden, der Zelle. Arbeiterinnenzellen haben eien Durchmesser von knapp 5,4 mm und sind zwischen 10 und 12 mm tief. Die Zellen von Drohnen sind etwa 7 mm im Durchmesser. Auf der Brutwabe ist ein deutlicher Unterschied zwischen diesen Zelle ersichtlich. Diese Zelllen werden beinahe horizontal in die Brutwabe gebaut, die Zellenöffnung liegt ein bisschen höher, etwa 5°, als der Zellenboden. Königinnenzellen hingegen sind Tropfenförmig und die zukünftige Königin hängt kopfüber in ihrer Zelle. Auch haben die Arbeiterinnen- und die Drohnenzellen die typische hexagonale (sechseckige) Form, die der Königinnenzelle fehlt. Diese ist einfach rund und tropfenförmig.

Aber wie entstehen die unterschiedlichen Bienen nun?

Naja, die Arbeiterinnen bauen Brutzellen und die Königin legt ihre Eier hinen. Grundsätzlich ganz simpel, wenn da nicht noch ein paar Details zu beachten wären. Drohnen sind um einiges größer als Arbeiterinnen, die Königin merkt anhand der Zellengröße ob sie nun ein ‚männliches oder ein weibliches Ei‘ in die Zelle zu legen hat. Das interessante an diesem Vorgang ist, dass sich diese männlichen und weiblichen Eier dadurch unterscheiden ob die Königin das Ei befruchtet hat oder nicht. Arbeiterinnen entstehen aus befruchteten Eizellen, Drohnen aus unbefruchteten. Was bedeutet das jetzt? Genetisch betrachtet sind die Männchen nun exakte Klone der Königin, die allerdings nur einen halben Chromosomensatz besitzen. Sie geben Quasi eins zu eins die Erbinformation der Königin weiter.

Bei den Weibchen spielt noch eine weiter Komponente eine Rolle, die entscheidet ob nun eine Königin entsteht oder nicht. In den ersten Entwicklungsstadien der Bienenweibchen gibt es keinen Unterschied ob nun Königin oder Arbeiterin aus dem Ei schlüpfen soll. Vier Tage nach der Eiablage schlüpft eine winzige Made, die Anfangs mit Futtersaft, den Ammenbienen in Drüsen an ihrem Kiefer produzieren, versorgt wird. Soll nun eine Königin aus dem Ei entstehen, wird von Baubienen die Zelle zu einer sogenannten Weiselzelle, also einer Königinnenzelle, umgebaut. Diese Made wird bis zur Verpuppung weiter mit Königinnenfuttersaft -Gelee royal- gefüttert. Für Arbeiterinnen folgt eine Ernährungsumstellung auf eine Kost bestehend aus Honig, Pollen und Arbeiterinnenfuttersaft. Die Unterschiedliche Ernährung entscheidet also darüber, was für ein Bienenwesen letztendlich aus dem befruchteten Ei entsteht.

Entwicklungsdauer der einzelnen Bienenwesen

Die Königin:
Entwicklungszeit: 16 Tage
Ei: 3 Tage
Larve: 5 Tage
Puppe: 8 Tage
Lebensdauer: etwa 3-5Jahre

Die Arbeiterin:
Entwicklungszeit: 21 Tage
Ei: 3 Tage
Larve: 6 Tage
Puppe: 12 Tage
Lebensdauer: etwa 2-6 Wochen im Sommer, 4-7 Monate im Winter

Der Drohn:
Entwicklungszeit: 24 Tage
Ei: 3 Tage
Larve: 7 Tage
Puppe: 14 Tage
Lebensdauer: etwa 3 Monate

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